15.2.2010 – Quadrophenia

Ich versteh nicht, warum der Fänger im Roggen obligatorisch für den Englischunterricht ist, während die großartige Who-Rockoper einfach mal links liegen gelassen wird.

Denn ehrlich gesagt ist die merkwürdig emotionslose Weltanschauung von Holden Caufield alles als typisch für einen heutigen Teenager. Klar, wenn es um seine Schwester und dieses eine Mädchen, dass er ganz nett findet, geht, kann Holden auch mal etwas dramatisch werden, aber ansonsten ist er wie ein unbeteiligter Beobachter seines eigenen Lebens.

Quadrophenia hingegen hat es voll erfasst, alles ist emotional aufgeladen, überdramatisch und episch, kein Moment vergeht, indem man nicht von dem Gefühl erschlagen wird, dass sich gerade alles dreht, man soviel erwachsener ist als vorher, soviel Verantwortung hat, sich von seinen Eltern löst und irgendwie doch noch zu naiv ist, um alleine klar zu kommen. Ein Film oder ein Album wie das hätte mir mit 14 sicherlich mehr geholfen als der Fänger im Roggen.

Ich liebe dieses Video, weil man fast denken könnte, Pete würde von Roger ablenken wollen, so wie er sich ins Zeug legt..

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2 Kommentare

  1. Stefanie · Februar 18, 2010

    Pffh…. pffh… Man muss sich wohl nicht immer einig sein und kann trotzdem befreundet sein?! pffh….

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    • fichtenstein · Februar 18, 2010

      Ich glaube, sich immer einig zu sein gehört nicht zu den Eigenschaften einer Freundschaft, also können wir uns uneinig sein. Zumal solche Sachen ja immer Ansichtssache sind…

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