2.1.2010 – Ode an meine Freunde

Das mag nun Ausdruck meines geringen Selbstwertgefühls sein, aber es überrascht mich immer mal wieder, wenn man mich wirklich gerne wieder sieht. Nicht, dass ich von mir denke, dass ich nervig, ätzend und unausstehlich bin, aber oft denke ich, dass ich wie ein TV-Film bin – unterhaltsam, während er andauert, aber nicht so toll, dass man ihn als DVD besorgen müsste, um ihn sich immer wieder an zu sehen.
Aber anscheinend ist das nicht der Fall und nicht wenige Menschen freuen sich ehrlich, wenn sie mich treffen. Sollte man mich deshalb feiern? Nun, vielleicht, aber vielmehr geht es doch darum, dass dieser oft missbrauchte Begriff der „Freundschaft“ wirklich etwas bedeutet und uns aneinander bindet, ohne dass wir Großartiges voneinander erwarten. Und wie grandios ist das?
Natürlich sage ich damit nichts Neues, aber manchmal glaube ich, dass wir uns viel zu selten darüber im Klaren sind, wie sehr wir uns in Turbulenzen, Unkosten und Umwege stürzen, nur um in der Gegenwart von Menschen zu sein, die uns etwas bedeuten, etwas, dessen Wert wir nicht einmal ansatzweise bestimmen können.
Und ob es nun enge Freunde sind, denen man alles anvertrauen kann, oder welche, die man immer mal wieder (vielleicht viel zu selten) sieht, alleine die Tatsache, dass man in ihrer Gesellschaft nicht woanders sein möchte, ist wahnsinnig schön, dass man dabei schon mal sentimental und weinerlich werden kann.

Danke dafür.

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