13.10.2009 – Nach der ersten Vorlesung, der erste richtige Unitag.

Eine Vorlesung bei Lieblingsdozenten zählt ja nicht, das ist ja mehr Urlaub, als Uni.
Aber der Dienstag gestaltet sich für dieses Semester doch als relativ amüsant.
Begonnen wird mit dem obligatorischen Verpassen eines Kurses, das ist bei mir Tradition seit dem ersten Semester. Damit es nicht langweilig wird, variiere ich gerne:
1.)Den Raum nicht finden
2.)Die falsche Kurszeit aufschreiben
Dafür kann ich dann zur letzten Musikredaktionssitzung um 10:00 gehen (ab nächster Woche – nur für mich – die Sitzung um 11:00).

Danach darf ich mich regelmäßig auf eine Logik-Vorlesung freuen, die nicht nur zum Zähneausbeißen ob der Inhalte ist, sondern auch wegen der eingeschränkten Sitzmöglichkeiten. Damit meine ich nicht zwangsläufig wenig Sitzmöglichkeiten, sondern wortwörtlich Eingeschränkte. Zumindest nehme ich dann nicht mehr zu, bzw. ich darf nicht zunehmen, weil ich sonst nicht mehr hinter das Pult passe. Auch schön: diverse Sitzreihen haben nach hinten geneigte Sitzflächen, dass man sich etwas wie aufm oldschool Plumpsklo vorkommt. Vielleicht bin ich nur zu albern, aber solche Assoziationen hindern mich immer ungemein, trockene Theorie zu verarbeiten.

Davor und dazwischen derzeitige Lieblingsmusik von Jamie T:

(astreiner Song, ein wenig Western, Jamie’s Genrepatchwork, superbe Samples und natürlich ein grandioser Refrain, das kann er ja, der Jamie, hoffe, das wird noch zur Single gemacht, damit ich hier ein echtes Video posten kann)


Danach hüpfe ich fröhlich zum Seminar mit dem schon erwähnten Lieblingsdozenten, habe mich aber auch gleich ins soziale Aus begeben, indem ich das schwierigste Referats-Thema gewählt habe. Hegel. Ich Witzbold. Das hat aber mehrere Gründe:
– ich will’s echt wissen (bin ich smart genug für Hegel?)
– ich wollte mein Referat alleine vorbereiten können (ich finde Gruppenreferate in der Regel furchtbar)
– ich bin an der Uni, um etwas zu lernen, weshalb ich mir (naiv?) gedacht habe, ich könnte bei Verständnisproblemen eh heulend in die Sprechstunde diverser Dozenten gestürzt kommen und mir Hegel erklären lassen
– ich geb’s ja zu, ich wollte Eindruck beim Dozenten schinden
Aber meine anderen Wunschthemen waren auch schon alle weg. Das nur zur wenig überzeugenden Verteidigung.

Meine letzte Veranstaltung ist dann eine Einführungsveranstaltung für Erstsemester, was sicherlich auch für mich Urgestein noch interessant werden kann, in der ersten Stunde durch eine Begrüßung an der Uni und die mentale Vorbereitung auf das Studium nur deprimierend war. Umgeben von jungem Gemüse…ich erinnere mich, dass ich damals auch noch nicht so genervt von der Welt war. Wie die Zeit vergeht…

Das klingt durch meine grund-pessimistische Schreibweise natürlich alles furchtbar, aber ich liebe es. Stress und Herausforderungen und junge Menschen, die dadurch (fast) alle dümmer sind als ich*, jaaaaaa!

*Bevor sich jüngere Menschen beschweren: das war natürlich ironisch gemeint. Ist schon klar, dass ihr das nicht verstanden habt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s