17.7.2009 – Schlaf

Ohne Schlaf von 6:30 bis ca. 17:00 unterwegs sein (Zug, Bus und zu blutender Sohle), dabei zeitweilig von Zugplatznachbarn mit dem rauen männlichen Geruch des Missing Links betäubt werden, wer Ähnliches erlebt hat, weiß, dass es eine Kunst ist, eine Stunde lang komaflach zu atmen, ohne ohnmächtig zu werden. Dann in eine Science Fiction Toilette irgendwo im trüben Süden, da wo noch Gottes Botschaft unter McDonalds Werbung hängt (Ich halte zu dir – Gott). Das eigentlich nur im Auftrag von Gott unterzeichnet, aber sowas sieht ja nicht aus auf der Leinwand und lässt dann auch keine Zeit mehr, zu lesen, wo denn jetzt der McDonalds stationiert ist.
Auf dem Fußweg zum Festival (der versprochene Abholservice blieb abwesend) die schöne Landschaft bewundert und Pollenallergiker bemitleidet, dann auf  in eine Flut an bedreadlockten Hippienachwüchsen. So richtig gegen das Kommunengesäusel sich erst einmal in den anliegenden Verkaufsständen Besitz aneignen, hah, da habt ihr’s ihr ollen Gutmenschen! Nach ein paar Stunden pflichtschuldigem Anwesendsein endlich ins Zelt, soviel Revolution gegenüber den Friedensbewegern und 8 Stunden Zugfahren machen muntere Mädchen müde. Kuschel, kuschel – Überraschend: leise ist’s auf dem Campingplatz, nie Kennengelerntes auf einem Festival. Elendige Hippies.

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