14.6.2009 Wristcutters

Zwei Jahre lang (mindestens) hab ich mir diesen Film aufgehoben, eigentlich wollte ich ihn bereits 2007 auf dem Filmfestival in Cardiff sehen, aber da fand sich niemand, der mitgehen wollte. Dann wollte ich ihn mir für einen schönen Videoabend aufheben und dann war ich zu deprimiert und dachte, dass ein Film über Suizid nicht die Beste Wahl zur Abendgestaltung sei. Aber ich hab mich geirrt, denn deprimierend ist dieser Film keineswegs.

Was für ein wunderschöner Film. Es ist diese Art von leicht surrealem Roadmovie, mit tollen Charakteren und einem wahnsinnig guten Soundtrack. Die Geschichte spielt in einer Welt, in der geglückte Suizidversuche leben und die laut dem Protagonisten genauso ist, wie die normale Welt, nur schlimmer.

Während Zia sich – begleitet von Rocker Eugene – auf die Suche nach seiner Ex-Freundin macht, die sich knapp einen Monat nach ihm das Leben genommen hat, trifft er auf Mikal, die nach den Verantwortlichen des Ladens sucht, um wieder zurück in die „normale“ Welt geschickt zu werden.

Der gesamte Film ist wie ein surrealer Sonnenaufgang nach einer durchmachten Nacht, auch wenn die Story eigentlich viel Melancholie verspricht und niemand lächelt, ist er optimistisch und wird dieses Gefühl, sich der kleinen Dinge zu erfreuen, nicht für eine Sekunde los. Und gerade diese kleinen Details, Eigenheiten der Drei, ein kleines Wunder, ein Song zum richtigen Moment, machen Wristcutters zu einem absoluten Juwel. Wenn das kein Kultfilm-Material ist, weiß ich auch nicht.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s