Das mag nun Ausdruck meines geringen Selbstwertgefühls sein, aber es überrascht mich immer mal wieder, wenn man mich wirklich gerne wieder sieht. Nicht, dass ich von mir denke, dass ich nervig, ätzend und unausstehlich bin, aber oft denke ich, dass ich wie ein TV-Film bin – unterhaltsam, während er andauert, aber nicht so toll, dass man ihn als DVD besorgen müsste, um ihn sich immer wieder an zu sehen.
Aber anscheinend ist das nicht der Fall und nicht wenige Menschen freuen sich ehrlich, wenn sie mich treffen. Sollte man mich deshalb feiern? Nun, vielleicht, aber vielmehr geht es doch darum, dass dieser oft missbrauchte Begriff der „Freundschaft“ wirklich etwas bedeutet und uns aneinander bindet, ohne dass wir Großartiges voneinander erwarten. Und wie grandios ist das?
Natürlich sage ich damit nichts Neues, aber manchmal glaube ich, dass wir uns viel zu selten darüber im Klaren sind, wie sehr wir uns in Turbulenzen, Unkosten und Umwege stürzen, nur um in der Gegenwart von Menschen zu sein, die uns etwas bedeuten, etwas, dessen Wert wir nicht einmal ansatzweise bestimmen können.
Und ob es nun enge Freunde sind, denen man alles anvertrauen kann, oder welche, die man immer mal wieder (vielleicht viel zu selten) sieht, alleine die Tatsache, dass man in ihrer Gesellschaft nicht woanders sein möchte, ist wahnsinnig schön, dass man dabei schon mal sentimental und weinerlich werden kann.
Vor allem, wenn man nicht wirklich Vorsätze, aber irgendwie Pläne gemacht hat, ist der erste Januar ein Tag der freudigen Erwartungen. Was bringt das neue Jahr, wen lernt man neues kennen, was lernt man dazu, welche Bands entdeckt man, sieht man live oder interviewt man, was erlebt man mit Freunden, welche Filme sieht man, welche Bücher liest man, hach, das schöne an der Vorfreude ist, dass sie so unglaublich viele Möglichkeiten umfasst.
Natürlich war es weniger schön, danach auf ne Party zu gehen, die Adresse dieser Party zu hause zu vergessen, ca. ne halbe Stunde um dieses Haus rumzuschleichen und zu überlegen, ob es das jetzt ist oder nicht, dann doch nach hause zu gehen, um die Adresse zu holen (eine Handynummer der Partyanwesenden hatte ich natürlich nicht), auf dem Heimweg von den drei Schlucken Anprostsekt prompt nen Schluckauf bekommen, zu hause ankommen, sehen, dass es tatsächlich die Adresse war, die man vermutet hatte, als man direkt davor stand, plötzlich merken, dass man ziemlich müde ist und ins Bett gehen.
Jaja, ich bin schon so ein Partyanimal.
Nächstes Jahr dann: um 21:30 ne warme Milch trinken, nebenbei Dinner For One gucken und danach ins Bett gehen.
Die ist nämlich gerade in Kambodscha (warum auch immer). Gestern verpasst, danach quasi mit dem Handy auf die Stirn getackert herum gerannt und tada, heute hat’s geklappt. Ich versteh schon, warum ET unbedingt nach hause telefonieren wollte, wahrscheinlich hat er seine Mutti auch so vermisst…oder aber…hm, vielleicht wollte er auch nur eine Sexline anrufen, konnte das aber schlecht einem 10-jährigen sagen…
Seit ich im März 2009 total betrunken den Wunsch geäußert hatte, auch einmal beim berühmt berüchtigten Sonic Superstore auf Lohro mit zumachen (der Indieredaktion des bezaubernden Senders), durfte ich – nachdem man mich noch mal daran erinnern musste, dass ich das tatsächlich gemacht hatte – einen Sendespot im Monat übernehmen, was bis dato eine schöne Gelegenheit war, Abstruses, Geliebtes, Passendes oder auch Unpassendes zu spielen, ohne wirklich auf Mottos, Tageszeit, Titeldauer etc. Acht nehmen zu müssen. Zum Jahresende hatte der Chef dann auch die grandiose Idee, dass wir uns mal zusammentun und eine gemeinsame Sendung machen. Gesagt getan, ca. 70 Prozent erschienen auch und es hat wirklich Spaß gemacht, vor allem, weil es irgendwie immer wieder toll ist mit Leuten über Musik zu reden, die ein ähnlich übertriebenes Interesse an ihr haben. Der Vorsatz sich 2010 mal öfter als Redaktion zu treffen und evt. auch Gemeinschaftssendungen zu machen bleibt hoffentlich nicht mit den anderen „wer’s glaubt“-Vorsätzen auf der Strecke.
Alle drei extended Versions hintereinander. Ich würde sagen, dass es ein Muss für jeden Nerd ist, aber auch allen anderen sind die verlängerten Versionen zu empfehlen, da sie – anstatt mit Spezialeffekten zu protzen oder unmerklich längeren Natureinstellungen nur mit dem „extended“ angeben wollten – tatsächlich mehr Tiefe für Story und Charakter geben. Und es gehört auch zu den Feiertagen, sich Filme an zu sehen, in denen ein Ork nach dem anderen geschlachtet wird…
(leider in nicht allzu guter Qualität, das Original wurde irgendwann mal runter genommen und alle anderen Videos sind dämliche Remixe, die denken, sie wären witzig, was natürlich albern ist, da das Original unerreicht ist)